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Sebastian

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Dienstag, 15. Januar 2008, 09:38

VMWare ESX Server 3.1

Hier ein kleines Tutorial zur Installation und Konfiguration eines ESX Servers.



Grundinstallation


Die Installation des ESX Servers wird von CD gestartet und
ruft eine grafische Installationsroutine auf.


Die wichtigsten Schritte in dieser Installationsroutine
werden im Folgenden erläutert.



Beim Tastaturtyp sollte German latin w/ no deadkeys gewählt
werden – dies ist der bei uns übliche Typ.


Die nachfolgende Auswahl der Maus ist zu vernachlässigen, da
diese nur während des Installationsvorganges benötigt wird und auch dort nicht
zwingend.

Der Endbenutzerlizenzvertrag muss bestätigt werden um die
Installation fortzusetzen.

Anschließend erfolgt die Partitionierung, hier sollte die
erweiterte Methode ausgewählt werden (Advanced).


Daraufhin erscheint eine Maske in der Partitionen angelegt
werden können. In dem hier vorliegenden Fall habe ich die Partitionen
folgendermaßen konfiguriert.





Erläuterung Partitionen:

/dev/sda1 – 102 MB für Bootloader
/dev/sda2 – ~5000 MB root Partition für Hauptsystem
/dev/sda3 – Gesamte übrige Kapazität des Datenträgers, Datastore für VMWare Container
/dev/sda4 – Erweiterte Partition für logische Laufwerke
/dev/sda5 – Swap Partition, Auslagerungsdatei, 0,25 -2fache Größe des RAMs
/dev/sda6 – Partition für log Dateien, ca. 2 GB
/dev/sda7 – vmkcore Partition, Partition für VMWare Kernel, ca. 100-150 MB
/dev/sdb1 – Gesamte Kapazität des Datenträgers, Datastore für VMWare Container


Als nächstes kann konfiguriert werden, ob der ESX Server
direkt vom MBR der Festplatte starten soll, oder von einer Partition. Letzteres
wäre sinnvoll, wenn man einen Bootloader verwenden möchte.

Es folgt die Konfiguration der Netzwerkschnittstelle für die
Konsole



Es kann ausgewählt werden, welche Netzwerkkarte für die
Konsole verwendet wird, und die IP Konfiguration derselbigen festgelegt werden.
Zusätzlich ließe sich ein VLAN angeben und ein Standard-Netzwerk für Virtuelle
Maschinen anlegen.


Die Nachfolgende Auswahl der Zeitzone ist weitgehend
selbsterklärend. Die korrekte Zeitzone muss gewählt werden (Europe/Berlin) und
der Haken „System clock uses UTC“ sollte zur besseren Kompatibilität mit den
Gastbetriebsystemen gesetzt sein.


Es folgt die Eingabe des Passwortes für den root Benutzer
und eine Zusammenfassung der Installationseinstellungen, nachdem diese
bestätigt wird startet die Installation. Am Ende des Vorgangs startet der
Server neu und man findet folgende Meldung vor.

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Dienstag, 15. Januar 2008, 09:40

Erstkonfiguration des Servers


Die eigentliche Installation ist nun abgeschlossen und direkt am Server sind vorerst keine weiteren Eingaben erforderlich – Als nächsten Schritt wird, der Virtual Infrastructure Client (VI-Client) vom Server herruntergeladen und auf einem Administrationsrechner installiert, dies ist über die am Server angezeigte URL möglich.

Dieser Client wird benötigt, um den Server weiter zu konfigurieren und zu verwalten.

Nach dem Aufruf des VI-Clients muss die IP des VMWare Servers, der Benutzer root und das zugehörige Passwort angegeben werden.

ESX5.jpg

In diesem Menü kann nun der ESX Server konfiguriert werden. Der erste Schritt ist das einlesen der Lizenz, dies wird im Menüpunkt Configuration erledigt. Es muss das Untermenü Licensed Features ausgewählt werden – hier kann nun bei Licence Sources entweder ein VMWare Licence Server angegeben werden, oder ein Hostbasierendes Lizenzfile. Für den VMWare Licence Server wird allerdings eine VMWare Infrastructure Lizenz sowie ein VMWare Infrastructure Server benötigt.

ESX6.jpg

Bei ESX Server Licence Type kann ausgewählt werden welche Lizenz aus dem Lizenzfile bzw. vom Lizenz Server verwendet werden soll. Im Menüpunkt Add-Ons können Funktionen wie z.B. VMWare-HA freigeschalten werden.

Als nächstes sollte die Einrichtung der Netzwerkkonfiguration folgen.
Dazu dient der Menüpunkt Networking – hier werden den physikalischen Netzwerkkarten Virtuelle Switche zugewiesen, mit denen auch VLANs gebildet werden können.
An diese Switche werden später die Virtuellen Maschinen „angeschlossen“.



Damit ist die Grundkonfiguration eigentlich abgeschlossen und man kann beginnen Virtuelle Maschinen anzulegen.
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Dienstag, 15. Januar 2008, 09:44

Konfiguration der VMWare Container

Anlegen der Virtuellen Maschine

Das Anlegen von Virtuellen Maschinen geschieht durch einen Rechtsklick auf den Server in der linken Spalte des VI-Clients und Klick auf „New Virtual Machine“.



Modus
Um erweiterte Einstellungen zu machen, empfiehlt sich hier der Modus „Custom“.
Es muss zuerst ein Name für die Virtuelle Maschine angegeben werden, dabei ist zu beachten das ein gleichnamiger Ordner im Storage des ESX Server angelegt wird, der Konfigurationsdateien der Maschine enthält. Dies ist wichtig bei Migrierungen von Festplattendateien von anderen VMWare-Versionen.

Datastore
Bei der nachfolgenden Auswahl des Datastores ist zu beachten, dass für VMWare-HA ein zentraler Datastore benötigt wird. Es müssen also alle am Cluster beteiligten Server direkten Zugriff auf den Datastore haben.

Gast Betriebssystem
Nachfolgend ist der Typ des Gast-Betriebsystems auszuwählen. Dieser sollte nach Möglichkeit korrekt sein, da sich die virtuelle Hardware unter Umständen je nach Auswahl unterschiedlich verhält. Außerdem wird anhand dieser Auswahl entschieden, welche Version der VMWare-Tools installiert wird.

Virtuelle Prozessoren
Die Auswahl der Prozessorenanzahl hat eine direkte Auswirkung auf die Leistung der Virtuellen Maschine. Aber Achtung: Die Bereitstellung mehrer virtuellen CPUs für eine VM muss extra lizenziert werden.

Virtueller Arbeitsspeicher
Nun muss noch die Größe des Arbeitsspeichers festgelegt werden. Hier kann auf alle Virtuellen Maschinen gesehen mehr Speicher vergeben werden, als physikalisch vorhanden ist. Da dort dann der Swap greift und es auch nicht wahrscheinlich ist, dass alle Virtuellen Maschinen ständig den vollen Arbeitsspeicher benötigen.

Virtuelle Netzwerkkarten
Es folgt die Auswahl der Netzwerkkarten. Hier kann die Anzahl der, der VM zur Verfügung stehenden Netzwerkkarten definiert werden. Außerdem besteht die Möglichkeit für jede Netzwerkkarte zu definieren an welchem Virtuellen Switch sie angeschlossen ist.

I/O Adapter
Bei der Konfiguration der I/O Adapter geht es um die Auswahl der SCSI Controller. Es stehen zwei Typen zur Auswahl: BusLogic und LSILogic. Für Windows Systeme bietet es sich an, den BusLogic Controller zu verwenden, da mit diesem Controller die wenigsten Treiber Probleme auftraten.

Festplattenkonfiguration
Nun folgt die Festplattenkonfiguration. Hierbei muss als erstes ausgewählt werden ob man eine neue virtuelle Festplatte anlegen möchte, eine bestehende verwenden oder ein sog. Raw Device Mapping durchführen möchte. Bei Raw Device Mapping kann man einer VM direkt den Speicher einer SAN zur Verfügung stellen. Dies hat den Vorteil hat, dass weiterhin SAN Kommandos ausgeführt werden können.

Beim Anlegen einer neuen Virtuellen Festplatte ist die Kapazität anzugeben. Außerdem kann ein alternativer Datastore gewählt werden.

Bei den erweiterten Optionen kann die SCSI ID gewählt werden, zudem kann die Einstellung Independent getroffen werden. Hierbei gibt es zwei Varianten: Persistent und Nonpersistent. Bei der Einstellung Persistent werden alle Änderungen sofort direkt auf die Festplatte geschrieben, bei Nonpersistent gehen alle Änderungen beim ausschalten der Virtuellen Maschine verloren. Beide Einstellungstypen sind nicht von Snapshots betroffen.

Fertigstellen
Es folgt noch eine Zusammenfassung der Einstellungen die bestätigt werden muss, dann wird mit der Erstellung der Virtuellen Maschine begonnen.

Ressourcen

Die Verfügbaren Ressourcen einer Virtuellen Maschine können reserviert und limitiert werden.
Dies geschieht über die Eigenschaften der VM die über einen Rechtsklick auf die VM zu erreichen sind.



Dort gibt es den Punkt Ressourcen. Hier können die Reservierungen für CPU und Arbeitsspeicher eingetragen werden. Im Menüpunkt Disk wird die Priorität der Festplattenzugriffe dieser VM eingetragen. Bei Advanced CPU kann man VMs eine bestimmte CPUs zuweisen und einstellen ob Hyperthreading verwendet werden soll oder nicht.


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Dienstag, 15. Januar 2008, 10:52

Migrierung von Gast Betriebssystemen

Die Gast Betriebsysteme können auf verschiedene Art migriert werden. Je nach bisheriger Form des zu migrierenden Systems muss eine passende Migrierungsform gewählt werden.

Migrierung mittels vmkfstools:

Da die vorhanden Container eine Dateigröße von über 2GB hatten, mussten die Freigaben über NFS gemountet werden und nicht über SMB da SMB bei 2 GB abbrach.
Mit vmfsktool können vorhandende VMWare Festplatten Container ins Format für ESX Server konvertiert werden. Falls die Container über das Netzwerk übertragen werden sollten ist hier vorsicht geboten - wenn die Container größer als 2 GB sind können Sie nicht per SMB übertragen werden. SMB unterstützt keine Dateien größer als 2 GB. Hier wäre dann NFS das Mittel der Wahl - auch ein Windows Server kann mit installiertem Microsoft Services for Network File System einen NFS Server spielen.

Das Mounten der NFS Shares geschieht über folgenden Befehl:
mount -t nfs <ipadress>:/<ordner>/ /vm_mount
das konvertieren der Container geschieht mit diesem Befehl
vmkfstools -i /vm_mount/<ordner>/<filename>.vmdk /vmfs/volumes/storage1/<vmname>


Migrierung mittels Image Technologie:

Eine weitere Möglichkeit ist es von einem physikalischen PC ein Image zu machen und dieses in einen VMWare Container einzuspielen. Dies sollte mit allen gängigen Image Programmen wie Acronis True Image, Symantec Ghost, Drive Image etc. möglich sein. Hier ist es aber Glückssache ob die VM nach dem einspielen läuft. Gleiche Hardware Architekturen sind hier von Vorteil.

Migrierungen mittels VMWare Converter:

Der VM Ware Converter macht innerhalb Minuten aus physikalischen Rechnern virtuelle Container.
Allerdings ist diese Variante recht kostenintensiv.

Weitere Informationen gibt es hier:
http://www.vmware.com/de/products/converter/
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